Dr. med. dent. Wolfgang Baumgartl M.Sc.
Praxis für Zahn, Mund- und Kieferheilkunde
Franziskanerstr. 16, 81669 München

Zahnarztpraxis
Dr. W. Baumgartl M.Sc.

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Zahnloser Kiefer

Fehlen im Kiefer sämtliche Zähne, spricht man vom zahnlosen Kiefer. Die Ursachen dafür können vielfältig sein. Oftmals führen Altersgründe dazu, dass es zu umfangreichem Zahnverlust kommt. Aber auch in jüngeren Jahren können beispielsweise durch Sportunfälle gleich mehrere Zähne verloren gehen. Auch Kombinationen aus Zahnverlust als Folge unzureichender Mundhygiene und der Nichtanlage von Zähnen kann vorzeitig zu einem zahnlosen Kiefer führen.

Welche Versorgungsmöglichkeiten gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man herkömmlichen und implantatgetragenen Zahnersatz. Abhängig davon, wie sich die Situation im Mund des Patienten darstellt und was die Ursache für den umfangreichen Zahnverlust ist, erfolgt die Versorgung mittels herkömmlichem oder implantatgetragenem Zahnersatz.

Herkömmlicher Zahnersatz

Hierbei handelt es sich um Teil- und Vollprothesen, die allein durch die Saugwirkung zwischen Prothese und Schleimhaut sowie Haftcremes im Mund befestigt werden. Bei diesem kostengünstigsten Zahnersatz handelt es sich aber leider um den instabilsten, wenn es um die Befestigung geht. Für die betroffenen Patienten bedeutet das, dass sie beim Essen, Lachen oder Sprechen Gefahr laufen, dass herkömmliche Teil- und Vollprothesen im Mund verrutschen oder sogar komplett aus dem Mund herausfallen. Vor allem bei Unterkieferprothesen ist die Gefahr des Verrutschens groß, denn die Prothese hat nur eine geringe Auflagefläche auf der Schleimhaut. Durch die so genannte Gaumenplatte, die zu einer Erhöhung der Saugkraft bei Oberkieferprothesen sorgt, haften diese zwar besser im Mund. Dafür beeinträchtigt die Gaumenplatte jedoch das Geschmacksempfinden und löst nicht selten einen Würgereiz aus.

Außerdem kann sich herkömmlicher Zahnersatz auch nachteilig auf die Aussprache auswirken und die Betroffenen nuscheln plötzlich. All die nachteiligen Beeinträchtigungen können dazu führen, dass sich die Betroffenen nach und nach immer weiter zurückziehen, um sich peinliche Situationen zu ersparen oder sich in Gesellschaft immer weniger aktiv an Gesprächen beteiligen.

Aus zahnmedizinischer Sicht bringen herkömmliche Prothesen aber noch einen ganz anderen, weitreichenden Nachteil mit sich, den Knochenschwund. Die lediglich lose Auflage der Prothese auf der Schleimhaut führt zu einer Minderbelastung des Kieferknochens. Infolgedessen baut sich dieser mit der Zeit immer weiter ab und bildet sich zurück.

Implantatgetragener Zahnersatz

Beim implantatgetragenen Zahnersatz werden zunächst mehrere Zahnimplantate in den Kieferknochen eingebracht. Nach einer entsprechenden Einheilzeit, innerhalb derer die Zahnimplantate einen festen Verbund mit dem Kieferknochen eingehen und mit diesem regelrecht verwachsen, wird die Zahnprothese auf den Zahnimplantaten befestigt. Dadurch kann die Prothese nicht nur nicht mehr aus dem Mund herausfallen, sondern es kommt auch nicht mehr zu Beeinträchtigungen des Geschmacksempfindens oder der Aussprache. Darüber hinaus sorgt implantatgetragener Zahnersatz für entsprechende Lastübertragungen auf den Kieferknochen, so dass es nicht zum Knochenschwund kommt. Für den Patienten bedeutet dies in vielerlei Hinsicht einen Gewinn an Lebensqualität.