Dr. med. dent. Wolfgang Baumgartl M.Sc.
Praxis für Zahn, Mund- und Kieferheilkunde
Franziskanerstr. 16, 81669 München

Zahnarztpraxis
Dr. W. Baumgartl M.Sc.

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Endodontie

Die Endodontologie oder Endodontie ist die "Lehre vom Zahninneren". Zur häufigsten Behandlung im Bereich der Endodontie zählt die Behandlung der Wurzelkanäle. Ziel der Endodontie ist die Erhaltung der natürlichen Zähne, um damit die volle Funktion des Gebisses so lange wie möglich aufrecht zu erhalten.

Wann ist eine Wurzelkanalbehandlung erforderlich?

Unter Endodontie versteht man die "Lehre vom Zahninneren". Gelangen Bakterien in das Zahninnere und rufen dort eine Entzündung in dem Weichgewebe (Zahnmark) hervor, ist eine Wurzelkanalbehandlung das Mittel der Wahl, um den Zahn vor einer Extraktion zu bewahren.

Im Vergleich zum Zahnäußeren besteht das Zahninnere aus weichem Gewebe. Bakterien, die z. B. aufgrund einer Karies, durch eine defekte Zahnfüllung oder infolge einer Zahnfraktur in das Zahninnere gelangen, verursachen dort eine meist sehr schmerzhafte Entzündung des Weichgewebes. Im Gegensatz zum Weichgewebe außerhalb des Zahnes, das regenerieren kann, kann das im Zahninnern befindliche Weichgewebe nicht regenerieren. Ist es entzündet, muss es aus dem Zahninnern entfernt werden. Dies muss sehr sorgfältig und rückstandsfrei geschehen, da sich ansonsten immer wieder schmerzhafte Entzündungen einstellen. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass sich die Entzündung über die Wurzelspitze bis in den Kieferknochen ausweitet und dort neben Schwellungen auch Zysten und Fisteln begünstigt.

Wie läuft die Behandlung ab?

Um das im Zahninneren befindliche Weichgewebe entfernen zu können, wird der Zahn zunächst unter Einsatz eines so genannten Kofferdams geöffnet. Durch den Kofferdam, der in der Regel aus einem dünnen Latextuch besteht, welches über die benachbarten Zähne gespannt wird, wird verhindert, dass Speichel und damit auch weitere Bakterien in den geöffneten Zahn gelangen können. Darüber hinaus schützt der Kofferdam den Mund des Patienten auch vor den zur Desinfektion eingesetzten Spüllösungen. Anschließend werden die einzelnen Wurzelkanäle freigelegt. Unter Einsatz einer Lupenbrille oder eines speziellen Mikroskops wird dann das Zahnmark aus den Wurzelkanälen komplett entfernt und die Wurzelkanäle werden mit Hilfe verschiedener Spüllösungen desinfiziert. Für die Aufbereitung und Dekontamination der Wurzelkanäle stehen in unserer Praxis modernste Geräte (Canalfinder, Raypax, Laser) zur Verfügung. Nur bei einer restlosen Entfernung des Weichgewebes und entzündungsauslösenden Bakterien kann eine Wurzelkanalbehandlung erfolgreich sein. Nachdem das Zahninnere gereinigt und desinfiziert wurde, wird es bis zur Wurzelspitze ohne Hohlräume zu hinterlassen gefüllt. Zum Abschluss wird der Zahn bakteriendicht verschlossen. Das kann mit einer Füllung oder einer Krone erfolgen. Zur Kontrolle wird dann noch eine Röntgenaufnahme erstellt.

Wie hoch sind die Erfolgsaussichten?

Die Erfolgsquote bei Wurzelkanalbehandlungen liegt statistisch gesehen bei >90%. Abhängig ist diese Quote vor allem davon, wie sorgfältig die Behandlung ausgeführt wird. Für eine hohe Erfolgsquote werden heutzutage Einweginstrumente verwendet, um so ein größtmögliches Maß an Hygiene sicher zu stellen. Eine 100%ige Erfolgswahrscheinlichkeit kann jedoch trotz Einsatz modernster Techniken und Instrumente nicht gegeben werden. Denn nicht entdeckte oder stark verkrümmte bzw. verdrehte oder abgewinkelte Wurzelkanäle können eine hohlraumfreie Füllung verhindern und dadurch eine Reinfektion begünstigen.